Projektwoche Jahrgang 7

„Mein Körper und ich“ an der IGS Friesland-Süd

Während die Klassenstufen 6 und 8 auf Klassenfahrt waren, bot eine Projektwoche unter dem Titel „Mein Körper und ich“ den daheim gebliebenen Schülern und Jahrgangsstufen der IGS Friesland-Süd ein abwechslungsreiches Programm. Verschiedene Module beleuchteten das Thema jeweils aus einem eigenen Blickwinkel.

 

Immens wichtig für die individuelle Gesundheit ist eine ausgewogene Ernährung. Ein eigener typischer Speiseplan wurde erstellt und dann auch über die nationalen Grenzen geschaut. Wie frühstückt man in Großbritannien, Italien oder der Türkei? Zudem lernten die Schüler die Ernährungspyramide sowie den Ernährungskreis kennen und erstellten eine Rangliste von Getränken, die sie nach ihrem Zuckergehalt sortierten. Ganz oben stehen Cola und Limonade, die in einem 0,3-Liter-Glas jeweils etwa 13 Zuckerstücke enthalten. Als leckere Alternativen bieten sich Fruchtschorlen, z. B. mit Minz- oder Limettengeschmack, an.

Welche materiellen und immateriellen Dinge benötigen wir, um glücklich zu sein? In diesem Modul erstellte jede Klasse ein eigenes Konsumprofil und arbeitete Suchtgefahren heraus. Dabei ging es um einen verantwortungsvollen Umgang mit technischen Geräten, wie z. B. Spielekonsolen, Handys oder Fernseher. Eng damit verknüpft sind tägliche, stundenlange Aktivitäten im Worldwide Web sowie in sozialen Netzwerken. Auch Begriffe wie stoffgebundene oder stoffungebundene Drogen, illegale oder legale Drogen und Süchte lernten die Schüler voneinander abzugrenzen. Mittels Plakaten, die vor den Gefahren warnen sollen, wurden die Erkenntnisse veranschaulicht.

Stille Betroffenheit erzeugten besonders zwei Guttempler aus Zetel, die in jeder 7. Klasse eindrucksvoll von ihren eigenen Erfahrungen im Umgang mit der Alkoholsucht bzw. mit Alkoholsüchtigen berichteten.

In einer anderen Doppelstunde wurden, getrennt nach Jungen und Mädchen, geschlechterspezifische Vorurteile und Besonderheiten des eigenen Ichs bewusst gemacht.

Der Gewaltprävention diente David Eckerts ganztägiger Workshop. Unter seiner kundigen Anleitung lernten die Schüler im Klassenverband sich selber und ihre Mitschüler besser kennen. Dabei kam auch das Herantasten an körperliche Grenzen in der Gruppe nicht zu kurz. Die Aufgaben konnten nur von gut funktionierenden Teams gelöst werden.

Ein weiteres Modul ermöglichte es den Schülern, im friedlichen Miteinander die eigene Kraftgrenze an sich selber und anderen auszutesten und zu spüren.

In einer Doppelstunde erteilte ein externer Trainer Tipps zur Selbstverteidigung.

Körperlich anstrengend wurde es auch in der Einheit „Gesundheit“. Mehrere Doppelstunden Sport in der Woche führten zu Atemlosigkeit, Muskelkater, aber auch zu jeder Menge Spaß. Nach dem Shuttle-Run, einem Fitnesstest, den z. B. Profifußballer regelmäßig durchlaufen müssen, ging es zu dem Musikstück „Sally“ immer wieder in die Hocke. Musik begleitete auch die anschließenden Tabata-Übungen und den Partnerzirkel. Um den Körper in Schwung zu halten, braucht es kein Fitness-Center. So lautet die Erkenntnis dieser Einheit. Planks (= Unterarmstützen) oder Jumpin Jack (= Hampelmann) zeigten, dass ein sauber ausgeführtes Intervalltraining mit dem eigenen Körper sehr anstrengend ist. Eine spielerische Herangehensweise boten zwei Sportgeräte aus Nordamerika. Für große Augen sorgte dabei der aus Kanada stammende, einen Meter große und nur ein Kilo leichte, Kin-Ball, mit dem, einzigartig, gleich drei Mannschaften gegeneinander spielen. Auch die Frisbee-Scheibe, die ursprünglich aus den USA stammt, sorgte nach Vorübungen für Spiele-Spaß.

Text: Thorsten Wauschkuhn

Fotos: Thorsten Wauschkuhn und Steffi Treidel