Was bietet die Gesamtschule eigentlich leistungsstarken Kindern? Ist es überhaupt sinnvoll ein Kind an der IGS anzumelden, das auch das Gymnasium schaffen könnte?

Diese Frage stellen Eltern immer wieder. Wenn alle Kinder gemeinsam in einer Klasse lernen, fragt sich der Außenstehende, ob sich die Klasse nicht an den schwächeren Schülern orientieren muss. Bleibt das leistungsstarke Kind vielleicht zurück? Wird es später den Lernstoff der Oberstufe schaffen?

Zunächst: Die Lehrpläne aller Schularten sind stark vernetzt. Im Prinzip lernt das Kind an der Hauptschule den gleichen Lerninhalt wie das Kind am Gymnasium. Lediglich die Lernmethode und die Art der Aufgaben ist eine andere. Es ist also kein Problem die Kinder gemeinsam zu unterrichten. In den Hauptfächern muss natürlich eine Differenzierung vorgenommen werden, dass bedeutet, dass die Kinder auf verschiedenen Niveaustufen mit unterschiedlichen Aufgaben und Methoden (zum Beispiel in Kursen) unterrichtet werden.

Übrigens: Jede Grundschule ist eine Gesamtschule und niemand fragt, ob man das System besser ändern solle. Die Arbeit an den Grundschulen hat sich seit Jahren bewährt und weiterentwickelt, vor allem im Bereich der Binnendifferenzierung.

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Das bietet die IGS mehr als andere Schularten:

Es gibt Fächer, wie die Fächer Sport oder Religion, in denen es kein Problem ist die Kinder gemeinsam zu unterrichten. Hier lernen die Schüler soziale Kompetenzen einfach nebenher. Sie lernen, dass Menschen zwar unterschiedlich sind, in ihren Begabungen, Persönlichkeiten und ihrem Verhalten, jedoch jeder Mensch gleich viel wert ist und zu unserer Gesellschaft gehört. Miteinander umgehen zu können ist eine wichtige Kompetenz, die Schüler bei uns lernen.

Leistungsstarke Kinder sind häufig nicht in allen Fächern gleich gut. Wer in Mathematik ein Überflieger ist, kann zum Beispiel in den Fremdspachen Probleme haben. Das ist an der IGS kein Problem. Die Schüler können in den Hauptfächern auf verschiedenen Niveaustufen in den Kursen arbeiten. Trotzdem lernen sie die Voraussetzungen für die Oberstufe, nur ohne Frust und mit Sebstbewusstsein!

Leistungsdruck durch Noten spornt nur wenige Kinder an. Alle Kinder lieben Erfolge und die bekommen sie bei uns. Niemand wird jedoch aufgrung von schlechten Noten diskriminiert und fühlt sich herabgesetzt. Nichts blockiert die Lernbereitschaft so wie schlechte Noten! Kein Kind muss die Klasse wiederholen oder sogar die Schule verlassen. Alle Kinder steigen im Klassenverband gemeinsam auf. Das schafft Vertrauen. Vertrauen ist eine wichtige Voraussetzung für gelingendes Lernen!

Spätzünder“ haben die Möglichkeit sich noch bis in Klasse 9 und 10 positiv zu entwickeln. Naturgemäß ist es immer leichter „abzusteigen“ als „aufzusteigen“. Im dreigliedrigen Schulsystem kommen auf einen Schüler, der aufsteigt (zum Beispiel von der Realschule zum Gymnasium wechselt) neun Schüler, die absteigen (also vom Gymnasium zur Realschule wechseln). An den Gesamtschulen sieht das Verhältnis wesentlich besser aus (statt 1:9 sind es an der IGS 1:6, Forschungsergebnisse der Bertelsmann-Stiftung).

An den Gesamtschulen machen daher mehr als die Hälfte aller Schüler Abitur!

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Häufig melden Eltern ihr vermeintlich leistungsstarkes Kind am Gymnasium an mit dem Gedanken: Man kann es ja mal probieren. Wiederholen oder die Schule wechseln kann man immer noch. Selten machen sich Eltern Gedanken darüber, wie ihre Kinder dies erleben.

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Schüler, die nicht zurechtkommen mit der Fülle des Lernstoffs am Gymnasium, mit dem häufigen Lehrerwechsel und den langen Unterrichtstagen mit zusätzlichen Hausaufgabenzeiten, wiederholen Klassenstufen und müssen zum Teil das Gymnasium verlassen. Das ist ein unangenehmes Gefühl, das es schwer macht wieder unbefangen am Unterricht teilzunehmen.

Häufig gehen auch Schüler nach Klasse 9 oder 10 ab, ohne das Abitur zu machen. Manchmal hört man daher die Aussage, am Gymnasium könne man alle Schulabschüsse machen. Das stimmt so nicht! Das Gymnasium stellt Abgangszeugnisse aus, die dem Schulabschluss der Haupt- und Realschulen gelichgestellt sein können. Diese Zeugnisse enthalten aber immer die Noten auf Gymnasialniveau, also häufig ausreichende oder sogar mangelhafte Noten, mit denen der Schüler sich dann lebenslang bewerben muss. Neben der schlechten Aussenwirkung und der schlechteren Position in Bewerbungsverfahren wirkt sich das auch negativ auf das Selbstvertrauen des betroffenen Schülers aus.

Nur die Hälfte der Schüler, die das Gymnasium in Klasse 5 besuchen, wird später auch Abitur machen!

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Wenn es dann doch nicht klappt, besteht häufig der Wunsch das Kind doch noch an der Gesamtschule anzumelden.

Mitunter wird dies schwierig, da die IGS Friesland-Süd  auf die Vierzügigkeit begrenzt ist. Im Gegensatz zu den Oberschulen dürfen die Gesamtschulen nicht mehr Kinder aufnehmen, als Schulplätze vorhanden sind. Da kein Kind wiederholt, werden Plätze nur durch Umzüge und damit verbundene Schulwechsel frei. Es muss also mit Wartezeiten gerechnet werden.

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Allgemeine Informationen über das Angebot für leistungsstarke Schüler finden Sie im Flyer „Leistungsstark!“, den Sie im Download-Bereich herunterladen können.